Was macht eine Gesellschaft, was macht uns Menschen resilient? Wir wissen durch die Resilienzforschung, dass wir mit einer Grundausstattung an Resilienz auf die Welt kommen. Wir wissen darüber hinaus, dass wir unsere Resilienz Stück für Stück auf- und ausbauen können.

Ein wesentlicher Beitrag leistet dazu unser Gehirn, unser Denken. Herausfordernd ist, dass unser Gehirn Probleme „liebt“. Sie sind viel spannender und einladender als das wir das, was gut läuft, in den Blick nehmen. Jedoch entsteht daraus keine Zuversicht und kein Optimismus. Die Nachrichten und die Aufmerksamkeitsökonomie spielt da ganz wunderbar mit und hilft uns, immer wieder den Blick auf die Krisen dieser Welt zu richten.

Und ja, es gibt sie. Sie sind da. Im Großen und im Kleinen – aber gibt’s nicht auch unseren Alltag? Das kleine Glück in unserem vergleichsweise kleinen Kosmos? Gibt es da nicht auch diese Momente, die Zuversicht und Optimismus mit Blick auf die Zukunft möglich werden lassen?

Ein Beispiel, welches zuversichtlich stimmt

Ich hatte vorhin gerade – mal wieder – einen solchen Moment, als ich über den Newsletter der Zeit auf das Projekt „Das Machtvakuum“ der Schule am ATW in Hamburg aufmerksam wurde. Zunächst übernahm Gonzala – eine Schildkröte – während des Sabbaticals des Schulleiters Björn Lengwenus und dann Grundschulkinder die Schulleitung. Was für ein famoses Experiment. Es regt absolut zum Nachdenken an.

Klar könnten wir jetzt einstimmen, wie schlecht es um Schule, Bildung und Gesellschaft geht. Aber gerade das Engagement dieser Schule zeigt auf, dass es anders geht und stimmt mich persönlich zuversichtlich. Vielleicht macht es sogar Mut, ungewohnte Wege zu gehen, Experimente zu wagen und eine Zukunft zu gestalten, die noch lebenswerter ist als die Gegenwart?

Was wäre, wenn wir alle unsere Narrative verändern? Im Kleinen versuchen, Dinge zu verändern, die zusammengerechnet Großes bewirken? An den guten Tagen – diese überwiegen bei mir – mag ich daran glauben, dass gesellschaftlicher Wandel möglich werden kann!

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Sandra Brauer

Sandra Brauer, Diplom-Kauffrau (FH), Systemische Beraterin (DGSF-zertifiziert), Stressmanagement-Trainerin, Prozessbegleiterin in der digitalen Transformation, Lehrauftrag an der FOM Hochschule Hamburg; Gründerin des Systemischen Netzwerks, Autorin im Junfermann Verlag. Schwerpunkte: Coaching von Einzelpersonen und Teams, Vermittlung digitaler Kompetenzen weitere Websiten: https://systemischesnetzwerk.de

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