Reflecting Team

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Ursprünglich kommt die Methode des „Reflecting Teams“ aus der systemischen Therapie. Ziel ist es, einen Freiraum für die Entwicklung vielfältiger Perspektiven und angemessener Ideen und Lösungsmöglichkeiten zu schaffen, in dem die Integrität der Klienten gewahrt bleibt und das Annehmen von Vorschlägen erleichtert wird. Dazu begeben sich Ratsuchende und Beratende, sowie Beobachtende in einen gemeinsamen Prozess von abwechselnd gerichteter und ungerichteter Kommunikation.

Praktisch nehmen hierbei drei bis vier Mitglieder eine reflektierende Position ein. Sie verfolgen z.B. das Beratungsgespräch (gerichtete Kommunikation) z.B. durch einen Einwegspiegel aus einem Nachbarraum (klassisches Setting) oder indem sie direkt mit im Raum sitzen. Sie beteiligen sich nicht aktiv am Gespräch, hören jedoch aufmerksam zu.

Nach einer gewissen Zeit werden die Positionen gewechselt. Die Mitglieder des „Reflecting Teams“ denken jetzt laut über den von ihnen beobachteten Gesprächsprozess nach (ungerichtete Kommunikation). Sie führen einen „Metalog“, also ein Gespräch über das Gespräch. Das vorher beobachtete System (Beratende und Klient) hört nun seinerseits zu. Das ganze Prozedere kann in mehreren Schleifen ablaufen.

Quelle: angelehnt an http://methodenpool.uni-koeln.de/reflecting/reflecting_kurzbeschreibung.html

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