Arbeitswelt der ZukunftDigitalisierung

Webinar zur Arbeit 4.0 und KI

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Mein Tages-Highlight war heute der Besuch eines Webinares des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Hamburg zum Thema Arbeit 4.0 und Künstliche Intelligenz (KI).

Im Vortrag ging es um die Veränderungen, die der aktuell stattfindende digitale Strukturwandel mit sich bringt. Er erfordert eine andere Form der Zusammenarbeit, Führung auf Augenhöhe und reichlich Kompetenzerweiterung, um es kurz zu fassen. Wer sich mehr für das Thema interessiert, findet auf der Webseite des Mittelstandskompetenzzentrums HH zahlreiche Unterlagen. Zum Beispiel einen Leitfaden zur Arbeit 4.0.

Datengetriebene Unternehmen oder datengetriebene Unternehmer?

Der zweite Teil des Webinares ließ schnell die Frage aufkommen, wozu KI in den Unternehmen genutzt werden sollte und bereits genutzt werden kann. Ich erinnere hier gern nochmal an das Buch „Digitale Ethik“ von Sarah Spieckermann. Auch sie bestätigt, dass es keine datengetriebenen Unternehmen gäbe, sondern nur datengetrieben handelnde Menschen innnerhalb der Unternehmen. KI wird durch uns gestaltet. Und im besten Fall unter Berücksichtigung von Ethik und Moral.

Ein Beispiel aus der Vergangenheit wurde beschrieben, in dem eine KI bei Amazon den Rekrutierungsprozess übernahm. Nur agierte die KI nicht gender-neutral, sondern wählte basierend auf einen Zeitraum in der Vergangenheit eher Männer aus. Diese wurden in diesem Zeitraum vermehrt eingestellt und so lernte die Maschine, dass diese bei der Personalauswahl zu präferieren. Das Projekt wurde aus diesem und anderen Gründen eingestellt.

Ich wünsche mir so manches Mal, dass die Personeinstellung so gestaltet würde, dass Werte und Verhaltensweisen – der Cultural – Fit gemessen werden könnten. Wäre es nicht großartig, wenn man die Persönlichkeitsmerkmale eines Menschen herausstellen könnte (ohne Wertung), um sie mit den kulturellen Merkmalen einer Organisation oder eines Teams abzugleichen? Es würden vielleicht Menschen dort ihrer Tätigkeit nachgehen können, wo es wirklich passt. Sie oder das Unternehmen müssten nicht nach kurzer Zeit feststellen, dass die „Chemie“ doch nicht stimmt. Leider sind wir hier noch am Anfang. Ich bin gespannt, was sich daraus noch entwickeln kann.

Die kommenden Veranstaltungen des MK Hamburg findet ihr hier.

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